Heimatmuseum Köpenick

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag und Mittwoch 10 -16 Uhr
Donnerstag 10 -18 Uhr
Sonntag 14 -18 Uhr
Eintritt frei
Archive nach Vereinbarung

ezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Heimatmuseum Köpenick
Alter Markt 1 - D 12555 Berlin
Telefon +4930 - 6172 3351
Fax +4930 - 6172 3352
info@heimatmuseum-koepenick.de
www.heimatmuseum-koepenick.de
www.regionalmuseen-berlin.de
Musée du Louvre : billets et promotions


Willkommen im Heimatmuseum Köpenick

Wir begrüßen Sie herzlich im Heimatmuseum Köpenick und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Hause. Nach Ihrem Besuch bei uns empfehlen wir Ihnen einen Abstecher in das Rathaus Köpenick. Dort berichtet eine Ausstellung über den legendären “Hauptmann von Köpenick” der im Oktober 1906 das Rathaus besetzen und den Bürgermeister verhaften ließ. In der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche wird an eine Terroraktion der Köpenicker SA erinnert, der im Juni 1933 zahlreiche Gegner des NS-Regimes zum Opfer gefallen sind.
In unserem Partnermuseum Heimatmuseum Treptow erhalten Sie Informationen zur Geschichte Treptows und seiner Ortsteile.


Heimatmuseum Köpenick - Öffnungszeiten und Kontakt

Ausstellungen Öffnungszeiten der Ausstellungen
Telefon. Fax. e-Mail

Heimatmuseum Köpenick
Alter Markt 1
12555 Berlin
Dienstag, Mittwoch 10 - 16 Uhr
Donnerstag 10 - 18 Uhr
Sonntag 14 - 18 Uhr
Telefon 030-6172 3351
Fax 030-6172 3352
krystyna.schade@ba-tk.verwalt-berlin.de
Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933
Puchanstraße 12
12555 Berlin
Donnerstag 10 - 18 Uhr

Telefon 030-657 1467
Fax 030-6172 3352
krystyna.schade@ba-tk.verwalt-berlin.de
Hauptmann von Köpenick- Ausstellung
Alt Köpenick 21
12555 Berlin
Montag bis Sonntag 8 - 18 Uhr
Telefon
030-6172 3351

Fax
030-6172 3352

krystyna.schade@ba-tk.verwalt-berlin.de
Rathaus Köpenick- Geschichte und Architektur
Alt Köpenick 21
12555 Berlin
Montag bis Sonntag 8 - 18 Uhr
Telefon 030-6172 3351
Fax 030-6172 3352
krystyna.schade@ba-tk.verwalt-berlin.de
Museumsarchiv Öffnungszeiten der Archive Telefon. Fax. e-Mail
Heimatmuseum Köpenick - Archiv
Alter Markt 1
12555 Berlin
Donnerstag 10 - 12 Uhr

13 - 18 Uhr
Telefon 030-6172 3351
Fax 030-6172 3352
krystyna.schade@ba-tk.verwalt-berlin.de

Leitung
Barbara Zibler

barbara.zibler@ba-tk.verwalt-berlin.de
Bankverbindung
Berliner Bank AG

Bankleitzahl
100 200 00

Kontonummer
7281 759 300/ 3723 HMK

Heimatmuseum Köpenick - Geschichte des Hauses


Ansicht 1936


Ansicht 1999

Die Geschichte des Hauses beginnt im Jahre 1665. Damals wird als Eigentümer des Freigutes Landjäger Peter Bock benannt, der das Grundstück von Kurfürst Friedrich Wilhelm geschenkt bekommen hat. Nach mehreren Eigentümerwechseln erwirbt die Stadt Köpenick Mitte des 19. Jahrhunderts das Anwesen und nutzt das Gebäude für soziale Zwecke. Von 1991 bis 1995 befand sich das Heimatmuseum Köpenick in dem unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhaus. Nach Abschluss aufwändiger Restaurierungsarbeiten im Rahmen des Programms “Städtebaulicher Denkmalschutz” im Jahre 1999 empfängt das Heimatmuseum hier seit 2. Oktober 1999 wieder seine Besucherinnen und Besucher.

Heimatmuseum Köpenick - Archive und Sammlungen

Überblick Im Archiv des Heimatmuseums befinden sich neben der Foto- und Ansichtskartensammlung umfangreiche Karten- und Urkundenbestände, die zum Teil noch aus den ersten Sammlungen des 1929 gegründeten Heimatmuseums Köpenick stammen. Zu den Hauptaufgaben des Archivs gehört heute die Führung der Bezirkschronik, die Bereitstellung von Archivalien für die amtliche, wissenschaftliche und private Nutzung, die Herausgabe von Publikationen sowie die Durchführung von Ausstellungen, Führungen und Vorträgen. Breiten Raum nimmt die Spezialsammlung “Hauptmann von Köpenick” ein, zu der neben dem Presseecho auf die Tat im Oktober 1906 und den Veröffentlichungen zu den jeweiligen Jahrestagen auch Rezensionen zu den Bühnenwerken und Filmaufführungen gehören. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Sammlung der Geschichtskommission der SED-Kreisleitung Köpenick dar, die 1991übernommen wurde.
Fotoarchiv Im Fotoarchiv befinden sich etwa 12 000 Fotos, 2 500 Ansichtskarten und 1 200 Dias zur Stadt- und Bezirksgeschichte.
Kartenarchiv Das Kartenarchiv beherbergt etwa 2 300 Originalpläne mit den Schwerpunkten Deutschland, Berlin-Brandenburg und Köpenick mit seinen Ortsteilen Friedrichshagen, Grünau, Müggelheim, Oberschöneweide, Rahnsdorf und Schmöckwitz.
Pressearchiv Die in etwa 750 Rubriken aufgegliederte Zeitungsausschnittssammlung wird von 1950 bis zur Gegenwart geführt. Darüber hinaus sind DDR - Betriebszeitungen des VEB Kabelwerk Oberspree, VEB Transformatorenwerk Oberspree, VEB Funkwerk Köpenick, VEB Rewatex, VEB Werk für Fernsehelektronik sowie Einzelbände “Cöpenicker Dampfboot”, “Groß-Berliner-Ostzeitung” und “Niederbarnimer Zeitung” im Bestand.
Urkundenarchiv Etwa 250 Urkunden, Dokumente und Verwaltungsakten zur Stadt- und Bezirksgeschichte
Bibliothek Die etwa 5 600 Titel zählende Bibliothek besteht im wesentlichen aus Bänden zur Geschichte der Mark Brandenburg unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der Stadt Köpenick sowie der nach 1920 zum ehemaligen Bezirk Köpenick zählenden Ortsteile. Zu den Sonderbeständen gehört eine Sammlung von Erstausgaben zum Friedrichshagener Dichterkreis mit Werken von Wilhelm Bölsche, Bruno Wille, Julius Hart u.a. sowie eine DDR-Sammlung zur Geschichte der Arbeiterbewegung aus den Altbeständen der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche.
Nutzung Die Bestände des Archivs können jeden Donnerstag von 10-12 und 13-18 Uhr eingesehen werden. Um Voranmeldung wird gebeten. Die Anfertigung von Kopien und Reproduktionen von Archivalien ist kostenpflichtig und wird durch die Benutzerordnung des Heimatmuseums Köpenick geregelt.

Heimatmuseum Köpenick - Ausstellungen und Veranstaltungen

Ausstellung Köpenick von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dauerausstellung im Heimatmuseum Köpenick
Ausstellung Köpenicker Blutwoche Juni 1933 - Eine Dokumentation. Dauerausstellung in der Gedenkstätte
Ausstellung Unterordnen?Jewiss! Aber unter wat drunter !? Dauerausstellung zur Köpenickiade im Rathaus Köpenick
Ausstellung Rathaus Köpenick. Zur Geschichte und Architektur. Dauerausstellung im Rathaus Köpenick
Ausstellung Köpenick im Luftkrieg 1940-1945. Ende und Neubeginn. Wechselausstellung in der Gedenkstätte
Ausstellung “Auf dem Kietz bei Cöpenick”… Wechselausstellung ab 3.12.06 im Heimatmuseum Köpenick

Heimatmuseum Köpenick - Ausstellungen im Museum

Auf dem Kietz bei Cöpenick


Auf dem Kietz bei Cöpenick

Mit Blick auf den 630. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung des Köpenicker Fischerkietzes erinnert die Ausstellung unter dem Titel “Auf dem Kietz bei Cöpenick” an die wechselvolle Geschichte der einstigen Fischersiedlung Kietz, deren Bewohner über Jahrhunderte das Fischereigewerbe ausübten und so auf das engste mit der Entwicklung Köpenicks verbunden waren.

Köpenick von den Anfängen bis zur Gegenwart


Grenadier und Spinnrad in Preußen. Dauerausstellung

Dauerausstellung

Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht die Geschichte Köpenicks und seiner Ortsteile, die chronologisch aufbereitet und anschaulich mit Exponaten illustriert wird.
Neben den vor- und frühgeschichtlichen Objekten verdienen die Sammlungen zur Fischerei- und Wäschereigeschichte sowie die Ausstellungsstücke zur Industriegeschichte besondere Beachtung. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Geschichte der Ortsteile Müggelheim, Grünau und Friedrichshagen, deren Entstehung auf die Siedlungspolitik König Friedrich II. zurückgeht. Die Entwicklung Köpenicks zum bevorzugten Ausflugsgebiet der Berliner, das industrielle und städtebauliche Wachstum im Verlauf des 20. Jahrhunderts, die Ereignisse während der NS-Diktatur, Krieg, Kriegsende und Neubeginn sowie das Geschehen im Zuge der politischen Wende 1989 bilden weitere Ausstellungsschwerpunkte.

Heimatmuseum Köpenick - Bücher und Broschüren

Bildgießerei Gladenbeck - Aufstieg und Niedergang, Ausstellungskatalog, 24 S., 1994, 1.- €
Köpenicker Blutwoche 1933 - Dokumentation, Ausstellungskatalog, 64 S., 1995, 2.50.- €
Unterordnen - jewiss! Aber unter wat drunter ?!, Katalog zur “Hauptmann von Köpenick” Ausstellung, 34 S., 2004, 5.- €
Köpenicker Sagen, 37 Seiten, 2003, 5.- €
Berlin-Köpenick auf historischen Ansichtskarten, 82 Seiten, 2000, 13.- €
Köpenick von den Anfängen bis zur Gegenwart, Ausstellungskatalog, 126 S., 2006, 10.- €
Das Denkmal Friedrichs des Großen in Berlin-Friedrichshagen, Dokumentation, 27 S., 2003, 5.- €
Zwangsarbeit in Berlin 1938-1945, 345 Seiten, 2003, 19.00.- €
100 Jahre Rathaus Köpenick - 100 Jahre Köpenickiade, Medaille 40mm Durchmesser, 999’ Silber , Auflage 200, 2005, 23.- €
Rathaus Köpenick. Geschichte und Gestalt, 64 S., 2005, 10.- €

Heimatmuseum Köpenick - “Hauptmann von Köpenick” - Ausstellung

Montag-Freitag
8.00 -18.00 Uhr

Wochenende
10.00 -18.00 Uhr

Telefon
030 - 6172 33 51

Führungen nach Vereinbarung Eintritt frei


Der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt kommandiert am 16. Oktober 1906 in einer beim Trödler erworbenen Uniform eines Hauptmanns des 1.Garderegiments zu Fuß zehn ihm zufällig begegnende Soldaten von Berlin nach Köpenick ab und lässt dort den Bürgermeister Dr. Langerhans und den Kassendirektor von Wiltberg verhaften. Anschließend beschlagnahmt der 57jährige die Stadtkasse und verschwindet.


Wilhelm Voigt wird am 1. Dezember 1906 vor dem Landgericht Berlin wegen des unberechtigten Tragens einer Uniform, Vergehens wider die öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betruges und schwerer Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Begnadigung am 16. August 1908 tingelt Voigt als falscher Hauptmann auf den Varietébühnen Europas und vermarktet seine Geschichte als begehrte und gefragte Ware. Durch die Inflation völlig verarmt, stirbt Wilhelm Voigt am 3. Januar 1922 in Luxemburg.

Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche Juni 1933

Die Köpenicker Blutwoche

Nur wenige Monate nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 erreichte im Berliner Bezirk Köpenick der Terror der Nationalsozialisten und ihrer Sturmabteilungen einen Höhepunkt.

In der Woche vom 21. bis 26. Juni 1933 wurden in einer bisher beispiellosen Sonderaktion mehrere Hundert politische Gegner aus ihren Wohnungen geholt, in die Köpenicker SA-Sturmlokale und das Amtsgerichtsgefängnis geschleppt und dort brutal misshandelt. Zahlreiche der Inhaftierten wurden im Verlauf dieser Ereignisse von den Nazis ermordet. Viele der Opfer erlagen später ihren schweren Verletzungen oder gelten seit den Juniereignissen als vermisst. Der vom 5. Juni bis 19. Juli 1950 vor dem Landgericht Berlin (Ost) geführte Prozess “Plönzke und andere (Köpenicker Blutwoche)” endete mit der strengen Bestrafung der Täter.

Im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis Köpenick erinnert seit 1995 eine Dauerausstellung an die damaligen Ereignisse.

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche
Puchanstraße 12
12555 Berlin
Leitung: Barbara Zibler
Telefon +49 30 6172 3351
Fax +49 30 6172 3352

Opfer der Köpenicker Blutwoche

Richard Aßmann, SPD, 57 Jahre
Georg Eppenstein, 65 Jahre
Paul von Essen, SPD, 47 Jahre
Hugo Helbing, 20 Jahre
Erich Janitzky, KPD, 32 Jahre
Götz Kilian, 42 Jahre
Richard Krahl, 45 Jahre
Karl Lange, KPD
Lehmann, parteilos
Walter Majchrzack, Kommunistischer Jugendverband, 18 Jahre
Mastaleck, KPD
Fritz Otto, parteilos
Paul Pohle, SPD, 49 Jahre
Karl Pokern, Rot-Front-Kämpferbund, 38 Jahre
Alfred Pusch, KPD, 27 Jahre
Paul Röhrens, parteilos, 49 Jahre
Anton Schmaus, SPD, 24 Jahre
Johann Schmaus, SPD, 56 Jahre
Johannes Stelling, SPD, 56 Jahre
Joseph Spitzer, KPD, 27 Jahre
Paul Spitzer, KPD, 26 Jahre
Franz Wätzow, parteilos, 32 Jahre
Franz Wilczoch, KPD